12 April 2026, 00:29

Apotheken drohen mit Streiks: Hartmann kritisiert ausgebliebene Honorarerhöhungen

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Apotheken drohen mit Streiks: Hartmann kritisiert ausgebliebene Honorarerhöhungen

Dr. Stefan Hartmann kritisiert Koalition: Ausgebliebene Honorarerhöhungen für Apotheken drohen mit Streiks

Dr. Stefan Hartmann hat die Koalitionsregierung scharf dafür kritisiert, versprochene Honorarerhöhungen für Apotheken nicht umgesetzt zu haben. Bei einer aktuellen Veranstaltung warnte er, dass ohne rasches Handeln Arbeitskampfmaßnahmen drohten. Im Rahmen der Debatte ging es zudem um die Rolle von GmbH-Strukturen in der Apothekenführung und die Zukunft des Sektors.

Hartmann verwies darauf, dass der Koalitionsvertrag zwar Honoraranpassungen für Apotheken vorsah – diese jedoch bis heute ausblieben. Gebrochene Versprechen, so seine Argumentation, untergrüben das Vertrauen der Bevölkerung in demokratische Prozesse. Sollte es keine Fortschritte geben, seien Streiks unvermeidbar, betonte er.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zum Thema Apotheken-GmbHs wies Hartmann Bedenken als unbegündet zurück. Die Kritik resultiere oft aus Unwissen, erklärte er, und forderte eine bessere Aufklärung über das Modell. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Diskussionen um GmbHs nicht mit einer Aufhebung des Fremdbesitzverbots für Apotheken einhergingen.

Die Mit-Moderatorin Clara Hartmann ergänzte die Debatte mit Forderungen nach stabilen Honorarstrukturen und fairen Wettbewerbsregeln. Zudem unterstrich sie die Notwendigkeit von Nachfolgeplanungen und mehr Chancen für junge Apotheker:innen. Beide Referent:innen waren sich einig, dass Apotheken ihre Spezialisierung vorantreiben und eine zentralere Rolle im Gesundheitswesen einnehmen müssten.

Hartmann rief Apotheken, Landesbehörden und Bundesorganisationen dazu auf, sich aktiv in die anstehenden parlamentarischen Entscheidungen einzubringen.

Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Apotheken unter finanziellen Belastungen und regulatorischer Unsicherheit leiden. Ohne Honoraranpassungen deuten Hartmanns Äußerungen auf mögliche Arbeitskämpfe hin. Gleichzeitig bleibt die Forderung nach GmbH-Reformen und stärkerer Unterstützung des Sektors ein zentrales Anliegen der Apothekenverbände.

Quelle