Anti-Duckface-Tag 2024: Warum tauschen am 22. Juli tausende ihr Profilbild?
Gerfried ThiesAnti-Duckface-Tag 2024: Warum tauschen am 22. Juli tausende ihr Profilbild?
Am 22. Juli kehrt ein skurriler Online-Trend zurück: der "Anti-Duckface-Tag"
Zum bereits zwölfmal feiert die Internetgemeinschaft am 22. Juli den Anti-Duckface-Tag – eine humorvolle Gegenbewegung zum weitverbreiteten Selfie-Posen mit aufgespitztem Mund, dem sogenannten Duckface. In diesem Jahr rufen die Veranstalter Social-Media-Nutzer dazu auf, ihr Profilbild für einen Tag gegen ein spezielles Abzeichen auszutauschen.
Das Duckface-Phänomen, bei dem vor allem Frauen die Lippen spitzen, ist seit Jahren in der Online-Welt präsent. Studien zeigen, dass solche Fotos auf Dating-Plattformen wie OkCupid oft mehr Nachrichten anziehen. Selbst Prominente wie Angelina Jolie haben im Laufe der Zeit zur Popularität der Pose beigetragen.
Als spielerischer Protest entstand daraus die Anti-Duckface-Bewegung. Das deutsche Comedy-Trio Y-TITTY initiierte die Kampagne 2011 und veröffentlichte sogar eine Hymne auf YouTube, um Unterstützung zu mobilisieren. Die Website *antiduckface.com* dient seitdem als zentrale Anlaufstelle für Teilnehmer.
Beim ersten Anti-Duckface-Tag 2012 machten rund 21.000 Menschen mit. Seither teilt sich der Aktionstag den 22. Juli mit dem "Pi-Approximation-Day" – eine mathematische Note inmitten des Social-Media-Spaßes. Auch in diesem Jahr sind die Unterstützer aufgerufen, ihr Profilbild gegen das offizielle Anti-Duckface-Abzeichen zu tauschen.
Die Kampagne bleibt eine unterhaltsame Alternative zum Duckface-Trend. Mit tausenden Teilnehmern in den vergangenen Jahren hat sich der Tag als kleine, aber beständige Institution im Social-Media-Kalender etabliert. Die Organisatoren hoffen, dass die Ausgabe 2024 erneut Gespräche über die Selbstdarstellung im Netz anregt.






