Amazon-Geschäftsführer über Deutsche als 'Kontrollfreaks' - Amazon-Geschäftsführer über Deutsche als 'Kontrollfreaks'
Amazon-Chef über Deutsche als „Kontrollfreaks“
Amazon-Chef über Deutsche als „Kontrollfreaks“
Amazon-Chef über Deutsche als „Kontrollfreaks“
- Dezember 2025, 23:02 Uhr
Deutsche haben sich einen Ruf als besonders aufmerksame Online-Käufer erworben – viele verfolgen ihre Paketsendungen häufiger als andere Europäer. Rocco Bräuniger, Geschäftsführer von Amazon Deutschland, bezeichnete sie wegen dieser Gewohnheit sogar als „Kontrollfreaks“. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Aktivitäten im Land weiter aus, insbesondere in München.
Amazons Einfluss in Deutschland bleibt groß, doch sein Impact auf den traditionellen Einzelhandel wird oft überschätzt. Der Online-Handel macht lediglich 13,4 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus – stationäre Läden dominieren also weiterhin. Dennoch ist das Wachstum des Konzerns in Städten wie München unübersehbar.
Im November 2025 eröffnete Amazon in München einen neuen Hauptsitz mit 45.000 Quadratmetern, der Platz für 2.500 Mitarbeiter bietet. Seit 2010 hat das Unternehmen über 18 Milliarden Euro in Bayern investiert und betreibt mittlerweile 17 Logistikzentren in der Region. Auch Amazon Web Services ist mit einem Standort in der Innenstadt präsent, zudem fördert der Konzern verschiedene lokale Projekte.
Die Verkaufsdaten der Black-Friday-Woche zeigten die beliebtesten Weihnachtsgeschenke der Deutschen: WLAN-Repeater, Heißluftfritteusen und Staubsaugerroboter gehörten zu den meistgekauften Artikeln.
Amazons Expansion in Deutschland – vor allem in München – unterstreicht das langfristige Engagement des Unternehmens auf dem Markt. Während die Deutschen ihre Lieferungen genau im Blick behalten, bleibt die Rolle des Konzerns im Einzelhandel geringer, als viele annehmen. Die jüngsten Verkaufszahlen spiegeln zudem veränderte Verbraucherpräferenzen vor der Weihnachtszeit wider.