10 February 2026, 02:47

Alno-Skandal: Ex-CEO und CFO zahlen 60.000 Euro – Verfahren eingestellt

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Gebühren in Familienrechnungen unterbringen, kann das Hunderte Dollar im Monat aus ihren Taschen ziehen."

Prozess gegen ehemalige Führungskräfte nach Alno-Insolvenz eingestellt - Alno-Skandal: Ex-CEO und CFO zahlen 60.000 Euro – Verfahren eingestellt

Strafverfahren gegen zwei ehemalige Vorstandsmitglieder des insolventen Küchenherstellers Alno ohne Verurteilung beendet

Die juristischen Auseinandersetzungen gegen zwei frühere Führungskräfte des zusammengebrochenen Küchenmöbelherstellers Alno sind ohne Schuldsprüche beendet worden. Das Verfahren wurde eingestellt, nachdem sich beide bereit erklärt hatten, Geldstrafen in Höhe von insgesamt knapp 60.000 Euro zu zahlen. Ein dritter Angeklagter einigte sich auf eine geringere Strafe.

Dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden (CEO) und dem früheren Finanzvorstand (CFO) war Insolvenzverschleppung, Kreditbetrug und Untreue vorgeworfen worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass das Unternehmen vor seiner Insolvenz im Jahr 2019 durch Maßnahmen wie kurzfristige Aktionärskredite, verzögerte Zahlungen an Lieferanten und den Verkauf von Lagerbeständen seine finanzielle Lage verschleiert und möglicherweise Bilanzmanipulationen vorgenommen habe. Die Staatsanwaltschaft hatte die Klage auf dieser Grundlage vorangetrieben.

Der ehemalige CEO zahlt nun 40.000 Euro, der Ex-CFO 17.500 Euro, um die Angelegenheit endgültig zu erledigen. Eine dritte Person, der Beihilfe zur Untreue vorgeworfen wurde, beglich den Fall mit einer Strafe von 10.000 Euro. Nach deutschem Recht gelten die Angeklagten durch die Zahlung dieser Bußgelder nun nicht mehr als vorbestraft.

Mit der Einstellung der Verfahren endet der Rechtsstreit um den Zusammenbruch von Alno. Die Strafzahlungen sorgen dafür, dass gegen die ehemaligen Führungskräfte keine weiteren Schritte eingeleitet werden. Das Unternehmen, einst einer der größten Küchenlieferanten, hatte 2019 nach Jahren wirtschaftlicher Schwierigkeiten Insolvenz angemeldet.