19 December 2025, 16:13

Alles von Grund auf - Fall von Giftanschlag mit Krankenschwester neu gestartet

Ein gelber Rettungswagen mit Text und Zahlen darauf.

Alles von Grund auf - Fall von Giftanschlag mit Krankenschwester neu gestartet - Alles von Grund auf - Fall von Giftanschlag mit Krankenschwester neu gestartet

Von vorne beginnen – Vergiftungsfall mit Krankenschwester neu aufgerollt

Von vorne beginnen – Vergiftungsfall mit Krankenschwester neu aufgerollt

Von vorne beginnen – Vergiftungsfall mit Krankenschwester neu aufgerollt

  1. Dezember 2025, 12:28 Uhr

Ein aufsehenerregender Vergiftungsprozess in Frankreich ist nach einer dreimonatigen Pause wiederaufgenommen worden. Im Mittelpunkt stehen zwei separate Verfahren: Eine ehemalige Anästhesistin, der vorgeworfen wird, 30 Patienten vergiftet zu haben, und eine Rettungssanitäterin in Ausbildung, die wegen versuchten Mordes an Kollegen angeklagt ist. Beide Prozesse hatten Verzögerungen erlebt, doch nun laufen die Verhandlungen mit zusätzlichen Terminen weiter.

Der prominentere der beiden Fälle betrifft eine 53-jährige ehemalige Anästhesistin aus Besançon. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, aus Wut über berufliche Kritik vorsätzlich Notfallmedikamente an Patienten getestet zu haben. Sie argumentiert, die Angeklagte habe gewusst, dass die Mittel tödlich wirken konnten – auch wenn sie keine direkte Tötungsabsicht gehabt habe. Die Verteidigung hingegen besteht darauf, dass ihr Handeln nicht von böswilliger Absicht geleitet war.

Parallel dazu läuft ein weiteres Verfahren gegen eine 25-jährige Rettungssanitäterin in Ausbildung, der vierfälle versuchter Mord vorgeworfen werden. Sie hat eingeräumt, den Kollegen Getränke mit Notfallmedikamenten versetzt zu haben, beteuert jedoch, niemandem schaden oder töten zu wollen. Der Prozess war in diesem Jahr unterbrochen worden, nachdem ein Laienrichter, der an den Verhandlungen beteiligt war, verstorben war. In einer jüngsten Entwicklung einigten sich die Verteidigung der ehemaligen Anästhesistin und die Vertreter zweier ihrer früheren Kollegen auf einen außergerichtlichen Vergleich. Dieser umfasst finanzielle Entschädigungen sowie eine formelle Entschuldigung der Angeklagten. Dennoch wird das Hauptverfahren fortgesetzt – mit acht zusätzlichen Verhandlungstagen.

Die Prozesse werden mit erweiterten Anhörungen fortgeführt, um die Beweislage umfassend zu prüfen. Die ehemalige Anästhesistin bleibt im Zentrum eines komplexen Rechtsstreits, während die angeklagte Rettungssanitäterin weiterhin in Untersuchungshaft sitzt. Beide Fälle haben große Aufmerksamkeit erregt; die Urteile könnten weitreichende Folgen für die medizinische Verantwortung in Frankreich haben.