AfD stellt radikale Forderungen vor der Landtagswahl 2026 vor
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat vor der Landtagswahl 2026 ihre zentralen politischen Forderungen vorgestellt. Die 2013 als euroskeptische Partei gegründete Bewegung hat sich seitdem hin zu einer strikteren Migration, Energiereformen und einer Betonung der nationalen Identität entwickelt. Markus Frohnmaier, Bundestagsabgeordneter und Spitzenkandidat der AfD, wird den Wahlkampf als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten anführen.
Die AfD entstand 2013 als Reaktion auf die Eurokrise. Anfangs als euroskeptische Bewegung wahrgenommen, verlagerte sie ihren Fokus später auf Themen wie Migration, Integration und Islam. Ab 2016 trieb die Partei im Bundestag verschärfte Migrationgesetze voran, doch die meisten Vorhaben scheiterten. Im Laufe der Zeit radikalisierte sich ihre Haltung, sodass sie vom Verfassungsschutz auf Bundesebene als rechtsextrem und in Ländern wie Thüringen und Sachsen als "gesichert extremistisch" eingestuft wurde.
In ihrem Wahlprogramm setzt die Partei nun vor allem auf Migration, Energie- und Wirtschaftspolitik. Sie fordert strengere Grenzmigration, schnellere Abschiebungen und im Falle eines Wahlsiegs ein Referendum über die Migrationpolitik. In der Energiepolitik plädiert die AfD für eine Rückkehr zur Kernenergie, den Erhalt von Kohlekraftwerken und ein Ende der Russland-Sanktionen.
Im Bildungsbereich schlägt die Partei ein leistungsorientiertes Schulsystem vor, das auf Disziplin und nationale Identität setzt und die MINT-Fächer stärker fördert. In der Medienpolitik plant sie Kürzungen bei der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nach der Bundestagswahl 2025 wurde die AfD zur stärksten Oppositionsfraktion im Parlament.
Der Wahlkampf 2026 der AfD konzentriert sich auf Migration, Energie- und Wirtschaftsfragen. Zu ihren Forderungen zählen verschärfte Grenzmaßnahmen, die Wiedereinführung der Atomkraft und eine Reduzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der Wandel der Partei von einer euroskeptischen zu einer rechtsextremen Ausrichtung hat die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden auf sich gezogen und prägt ihre aktuelle politische Position.