AfD in der Vetternwirtschaft-Kritik: Frohnmaiers Familie im Fokus vor Landtagswahl
Brigitta SchülerNepotismus? Frohnmaier sieht Anti-AfD-Kampagne - AfD in der Vetternwirtschaft-Kritik: Frohnmaiers Familie im Fokus vor Landtagswahl
Vetternwirtschaft in der AfD steht erneut in der Kritik, nachdem Berichte bekannt wurden, wonach mehrere Familienmitglieder von Markus Frohnmaier, dem Spitzenkandidaten der Alternative für Deutschland (AfD) in Baden-Württemberg, bei anderen AfD-Politikern beschäftigt sind. Die Vorwürfe haben eine interne Debatte ausgelöst – insbesondere in Sachsen-Anhalt, wo ähnliche Fälle aufgedeckt wurden.
Frohnmaier wies die Kritik als Teil einer "Anti-AfD-Kampagne" vor der anstehenden Landtagswahl zurück und betonte, dass alle Anstellungen regelkonform seien.
Markus Frohnmaier bestätigte, dass mehrere Angehörige in seinem regionalen Parteinetzwerk tätig sind. Seine Ehefrau, Daria Frohnmaier, arbeitet als Büroleiterin für Johann Martel, den AfD-Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Odenwald-Tauber. Die ausgebildete Journalistin, die drei Sprachen fließend spricht, bekleidet diese Position seit Juli 2025.
Auch Frohnmaiers Vater übt einen geringfügigen Nebenjob für Diana Zimmer aus, die AfD-Bundestagsabgeordnete aus Pforzheim. Vor fast einem Jahrzehnt war seine Schwester kurzzeitig für einen AfD-Landtagsabgeordneten im baden-württembergischen Parlament tätig.
Die aktuelle Kontroverse folgt auf den jüngsten Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt aus der AfD-Bundestagsfraktion. Schmidt hatte mit Enthüllungen über Vetternwirtschaft in Sachsen-Anhalt für interne Unruhen gesorgt, wo mehrere Fälle von AfD-Politikern bekannt wurden, die Angehörige beschäftigten. Frohnmaier beharrt darauf, dass alle Personalentscheidungen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, und wirft seinen Kritikern vor, das Thema aus politischen Motiven aufzublähen.
Öffentlichen Unterlagen zufolge beschäftigen mindestens zwei AfD-Abgeordnete in Baden-Württemberg Familienmitglieder Frohnmaiers. Trotz der Prüfungen verteidigt er die Anstellungen als transparent und rechtmäßig.
Die AfD sieht sich angesichts der bevorstehenden Landtagswahl weiterhin mit Fragen zu ihren Einstellungspraktiken konfrontiert. Frohnmaiers Angehörige bleiben vorerst in ihren Positionen – bisher gibt es keine Belege für Verstöße gegen die Regeln. Die interne Debatte über Vetternwirtschaft in der Partei ebbt jedoch nicht ab.






