24 January 2026, 10:38

500-Kilo-Bombe in Rastatt entdeckt: Evakuierung vor der Entschärfung

Eine große grüne Splitterbombe mit zylindrischem Metallkörper steht auf einem Tisch in der Mitte, umgeben von verschiedenen Gegenständen auf dem Boden, mit einer Wand im Hintergrund und Text am unteren Bildrand.

Bombe in Rastatt muss nicht gesprengt werden - 500-Kilo-Bombe in Rastatt entdeckt: Evakuierung vor der Entschärfung

500-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Rastatt entdeckt

In Rastatt (Baden-Württemberg) wurde eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Wie die Behörden bestätigten, kann der Blindgänger ohne kontrollierte Sprengung entschärft werden. Die Entdeckung reiht sich in eine Serie von Funden aus der Kriegszeit ein, die in der Region immer wieder ans Licht kommen.

Die Bombe lag etwa fünf Meter unter der Erde. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass sowohl der Zünder im Bug als auch der Heckzünder intakt sind, was die akute Gefahr verringert. Dennoch wird vorsorglich eine 500-Meter-Sperrzone eingerichtet, aus der Anlieger evakuiert werden.

Die Entschärfung übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KB) der baden-württembergischen Polizei. Dessen Sprengstoffentschärfungseinheit (SEE) ist auf die Beseitigung hochriskanter Blindgänger spezialisiert. Die Entschärfung ist für Sonntag geplant – eine Sprengung ist nicht erforderlich.

In Deutschland werden auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch immer Blindgänger gefunden, besonders auf Baustellen. Viele der explosiven Altlasten liegen tief im Boden und bergen verborgene Gefahren.

Anwohner im Evakuierungsradius müssen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Die sichere Entschärfung der Bombe ist ein weiterer Schritt zur Räumung von Kriegsrelikten in der Region. Die Behörden bleiben wachsam und reagieren weiterhin auf ähnliche Funde im gesamten Landesgebiet.