19-Jähriger flieht vor Polizei mit über 100 km/h – und verliert Führerschein sofort
Hans-Josef Beckmann19-Jähriger flieht vor Polizei mit über 100 km/h – und verliert Führerschein sofort
Ein 19-jähriger Autofahrer wurde in Baden-Württemberg nach einer gefährlichen Verfolgungsjagd in den frühen Morgenstunden des Sonntags von der Polizei gestoppt. Der Vorfall begann, als Beamte auf der B500 in der Nähe von Schluchsee bemerkten, dass an seinem Fahrzeug das vordere Kennzeichen fehlte. Ihm drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter der Verdacht auf Trunkenheit am Steuer und Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Die Begegnung mit der Polizei ereignete sich gegen 1.15 Uhr am 29. März 2026, als die Beamten das Fahrzeug ohne das vorgeschriebene vordere Nummernschild entdeckten. Als die Polizisten den Fahrer zum Anhalten aufforderten, ignorierte er die Anweisung und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Seebrugg.
Während der Verfolgung scherte der Fahrer mehrfach über die Mittellinie aus, was den Verdacht auf Alkohol- oder Drogeneinfluss verstärkte. Die Jagd endete schließlich auf einer Waldstraße nahe der L170, wo es den Beamten gelang, das Fahrzeug zu stoppen.
Als die Polizei eine Kontrolle durchführen wollte, leistete der Fahrer körperlichen Widerstand und musste gewaltsam überwältigt werden. Anschließend wurde er zur Entnahme einer Blutprobe in ein Krankenhaus gebracht. Sein Führerschein wurde sofort eingezogen.
Dieser Fall reiht sich in eine Serie riskanter Verfolgungsfahrten in der Region ein. So setzte die Polizei etwa bei einer Jagd im Jahr 2023 nahe Schluchsee Hubschrauber, Straßensperren ein und schoss sogar auf die Reifen eines betrunkenen Fahrers mit 1,8 Promille Blutalkohol. Ähnliche Maßnahmen wurden 2021 in Freiburg ergriffen, als unter Drogeneinfluss stehende Verdächtige eine schwere Gefahr für andere darstellten.
Dem jungen Fahrer drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen des Verdachts auf Trunkenheitsfahrt und Widerstand gegen die Polizei. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen derweil weiter, während sein Führerschein vorerst entzogen bleibt. Die Behörden in der Region haben in der Vergangenheit bereits konsequent harte Maßnahmen ergriffen, um gefährliche Verfolgungsfahrten zu stoppen, wenn die öffentliche Sicherheit bedroht ist.






