31 December 2025, 18:54

16-Jähriger rast mit illegalem E-Scooter in Polizeiauto – und flieht mit 60 km/h

Ein roter E-Scooter steht vor einem Haus mit Tür und Fenstern auf einer Straße mit Text unten.

16-Jähriger rast mit illegalem E-Scooter in Polizeiauto – und flieht mit 60 km/h

16-Jähriger stürzt mit nicht zugelassenem E-Scooter in Heidelberg gegen Polizeistreifenwagen

Ein 16-jähriger Fahrer eines nicht angemeldeten E-Scooters ist am Dienstag in Heidelberg mit einem Polizeistreifenwagen kollidiert. Der Jugendliche, der über keinen Führerschein verfügte, war zuvor von Beamten verfolgt worden, nachdem diese ihn dabei beobachtet hatten, wie er mit überhöhter Geschwindigkeit zwischen dem Schützenverein Kirchheim und Sandhausen unterwegs war. Bei dem Vorfall wurde das Polizeifahrzeug beschädigt, der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

Erste Meldungen über einen unversicherten E-Scooter, der mit 40 bis 50 km/h in der Gegend unterwegs war, hatten die Polizei auf den Plan gerufen. Als die Beamten versuchten, den Fahrer anzuhalten, beschleunigte dieser auf etwa 60 km/h, um zu fliehen. Die Verfolgungsjagd endete, als der Jugendliche aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit die Kontrolle verlor und frontal mit dem Streifenwagen kollidierte.

Durch den Aufprall wurden Stoßstange und Motorhaube des Polizeifahrzeugs beschädigt, das jedoch weiterhin fahrbereit blieb. Der Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu, lehnte aber eine medizinische Behandlung ab. Später stellten die Beamten bei einem Leerlauf-Test fest, dass der E-Scooter Geschwindigkeiten von bis zu 99 km/h erreichen konnte. Bei einer Durchsuchung fanden die Polizisten zudem einen Tierabwehrspray und einen als Schlagring getarnten Flaschenöffner in seinem Besitz. Beide Gegenstände wurden beschlagnahmt. Da der Jugendliche minderjährig und ohne Führerschein war, wurde er in die Obhut seines Vaters entlassen. Die Heidelberger Verkehrspolizei ermittelt nun wegen des Vorfalls.

Bestätigt wurde, dass der E-Scooter weder zugelassen noch versichert war und durch Umbauten die gesetzlich erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschreiten konnte. Dem Jugendlichen drohen nun mögliche Anklagen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, fehlendem Versicherungsschutz und des Besitzes verbotener Gegenstände. Die Ermittlungen dauern an.