14 Millionen für KIT-Projekt: Optische Kommunikation wird revolutioniert
Gerd Buchholz14 Millionen für KIT-Projekt: Optische Kommunikation wird revolutioniert
Ein neues Forschungsprojekt mit dem Namen ATHENS erhält 14 Millionen Euro Förderung vom Europäischen Forschungsrat (ERC). Unter der Leitung der Professoren Christian Koos und Stefan Bräse des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zielt die Initiative darauf ab, optische Kommunikationssysteme zu verbessern. Ein Teil der Arbeiten wird am künftigen Karlsruher Zentrum für Optik und Photonik (KCOP) stattfinden, das 2025 seine Türen öffnen soll.
ATHENS konzentriert sich darauf, die optische Kommunikation schneller und energieeffizienter zu gestalten. Das Team plant die Entwicklung neuer Materialien und Komponenten, die elektronische Signale mit höherer Effizienz in optische Signale umwandeln. Ihr Ansatz kombiniert Silizium mit anderen Stoffen, um dessen natürliche Grenzen in der optischen Leistung zu überwinden.
Das Projekt wird zwei Hauptmethoden erforschen: Zum einen den Einsatz organischer Materialien, zum anderen die Kopplung von siliziumphotonischen Chips mit zusätzlichen Chip-Typen. Diese hybriden Systeme könnten zu leistungsfähigeren Transceivern führen, die Datenübertragungsraten steigern und gleichzeitig den Energieverbrauch senken.
Der ERC wählte für 2024 insgesamt 57 Synergy-Grant-Projekte aus, an denen Deutschland in 34 Fällen beteiligt ist. ATHENS läuft über sechs Jahre und soll Technologien für Bereiche wie künstliche Intelligenz, Quantencomputing und Medizintechnik vorantreiben.
Mit 14 Millionen Euro Förderung wird ATHENS die Forschung an Hochleistungs-Optiksystemen entscheidend voranbringen. Die hybriden Materiallösungen des Projekts könnten bald in Spitzen-Technologien zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse könnten künftige Entwicklungen in der Datenkommunikation, im Computing und bei medizinischen Geräten prägen.






