07 February 2026, 04:44

12.000 Menschen in Stuttgart fordern Frieden und Abkehr von Europas Rüstungswettlauf

Eine Schwarz-Weiß-Radierung einer Schlachtenszene mit einem Schloss im Hintergrund, die die Belagerung von Stuttgart im Jahr 1631 zeigt, mit Menschen in der Vordergrund, Gebäuden in der Mitte und Text am unteren Rand.

12.000 Menschen bei Friedensdemo in Stuttgart - 12.000 Menschen in Stuttgart fordern Frieden und Abkehr von Europas Rüstungswettlauf

Friedensdemo in Stuttgart: Tausende fordern Ende der Kriege in Europa

In Stuttgart haben Tausende Menschen an einer Friedenskundgebung teilgenommen und ein Ende der Kriege in Europa gefordert. Nach Angaben der Veranstalter versammelten sich rund 12.000 Demonstranten auf dem Schlossplatz – die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Die Kundgebung findet vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die militärische Aufrüstung in Europa und deren Folgen für soziale Prioritäten statt.

Organisiert wurde die Demonstration von einem Bündnis, das die Umverteilung öffentlicher Mittel kritisiert: Statt in soziale Belange, Klimaschutz und Entwicklungshilfe in Europa fließen demnach zunehmend Gelder in die Rüstung. Zu den Rednerinnen zählte Margot Käßmann, die ehemalige Ratsvorsitzende der EKD und Bischof von Hannover. Die Teilnehmer sprachen sich zudem gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland aus.

Das Bündnis warnte vor einer zunehmenden Militarisierung zentraler Bereiche wie Bildung, Hochschulen und Gesundheitswesen in Europa. Statt weiterer Aufrüstung forderten die Aktivisten Verhandlungen zur friedlichen Lösung der Konflikte in Europa.

Trotz des großen Zuspruchs in Stuttgart gab es laut verfügbaren Berichten in anderen deutschen Großstädten zuletzt keine vergleichbaren Großdemonstrationen gegen den Krieg in Europa.

Die Veranstaltung verlief friedlich und stand ganz im Zeichen des Dialogs. Die Organisatoren betonten, wie dringend es sei, Mittel aus den Militärhaushalten zurück in soziale und ökologische Programme in Europa umzulenken. Die Forderungen der Demonstration reiht sich damit in die aktuelle Debatte über Deutschlands Verteidigungspolitik und die Prioritätensetzung bei den Staatsausgaben in Europa ein.